[…] meine erste Digitalkamera hatte Autofokus und Belichtungsautomatik. Sie griff darüber hinaus noch in eine andere Feedbackschleife ein, nämlich die der Wahrnehmung. Die Entwicklung bei den Digitalkameras geht in die Richtung, dass der Fotograf erst gar nicht mehr von einem analogen Sucherbild abstrahieren muss, sondern die Konsequenzen seiner Entscheidungen direkt in Echtzeit auf dem eingebauten Bildschirm vorweg sehen und diese korrigieren kann. Das Zeitalter der konkreten Fotografie hat damit begonnen. ja, aber … man könnte über einen demokratisierungsprozess der fotografie reden — und: ob das 1 begrüßenswerter prozess ist [die menge der bilder steigt, die qualität nicht]. grade das abstrahierungsvermögen [& das wissen um zeit/blende/komposition] macht doch 1 bild aus - auch bei den schlautelefonkameras. physik/optik lässt sich schlecht austricksen [und glas bleibt unersetzbar] [wie hubraum]. was/wem nutzen unmengen an instagram-menues oder selfies? brauchen menschen heute für ihre [facebook-]›freunde‹ irgend1 bild? war man nur dann irgendwo, wenn man 1 bild als beweis dafür hat? 20/30/40 bilder machen, 1 davon ok, dann durch photoshop jagen: ist das fotografieren? ich denke: nein. fotografie ist ›glück des einen moments‹. timing & technik, da muss dann alles passen. Do. 26. März 2015 21:04
hm. ich bin als sehr altmodischer mensch eher interessiert an dingen wie "wahrnehmung" oder "interpretation", meinetwegen "widerspiegelung", mit welcher fototechnik auch immer. diese sollte man beherrschen. aber es gibt auch massen von handwerklich gut gemachtem scheiß.
Zur Demokratisierung: Ich glaube, dass sie eher gut ist. Wenn die Grenzkosten durch die Digitalisierung gegen Null fallen, dann können sich mehr Menschen leisten, eine eigene Bildsprache zu entwickeln und wissen dann reflexiv auch die Arbeit von Profis besser zu schätzen. Ich glaube, es war Martin Parr, der mal gesagt hat, die Demokratisierung der Fotografie mit Handycams etc. ist gut, weil sie die Leute ins Fach reinziehe und je mehr Menschen fotografieren und selbst Fotobücher produzieren würden, desto lebendiger und attraktiver werde auch die Szene selbst. Ich bin ja sonst eher skeptisch, aber ich tendiere auch zu dieser Ansicht.
gHack |
Fr. 27. März 2015 20:56 |
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Aber in der Filiale noch ...
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Lakritze | So. 7. Dez. 2025 08:37 Welche Bauhöfe?
stapel | Sa. 6. Dez. 2025 23:48 Pflasterreparaturset von Temu für städtische ...
bubo | Fr. 5. Dez. 2025 17:17 Vermutlich gibt es dafür eine ...
zotty | Mi. 3. Dez. 2025 01:41 VWs tagebücher sind großartig. kann ...
exdirk | Mo. 1. Dez. 2025 20:27 Das empfinde ich als sehr ...
liuea | Mo. 1. Dez. 2025 19:07
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